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Meine Vernissage – Ein Resümee

Meine beiden Vernissage Tage liegen jetzt leider auch schon hinter mir – da dachte ich mir jetzt wo die Anspannung der letzten arbeits – und planungsreichen Wochen hinter mir liegt wäre es an der Zeit einfach mal ein paar Erkentnisse und Erfahrungen zusammenzufassen. Es waren einfach viele Highlights in den letzten Wochen – angefangen von der Schaufensterdekoration, über die Flyer, den Relaunch meiner Homepage bis zur Anlieferung meiner Bilder und Bücher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und jetzt?

 

Heute Morgen hat mich jemand gefragt wie ich mich fühle – Ich würde sagen – Man nehme alle Festivals auf denen ich seit 1994 war und nehme das ganze mal zwei –  dann käme es in etwa ran wie ich mich gerade fühle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich muss vorweg schicken das ich ja eher ein zurückhaltender Typ bin – als ich noch in Bands gesungen habe, meinten viele Leute ich sei das was man landläufig eine Rampensau nennt – Anno 2017 bewege ich mich irgendwo dazwischen. Also kann ich durchaus sagen das ich mich wohlfühle mit meinem Namen auf Plakaten, Flyern und Buchdeckeln – doch darum gehts ja eigentlich nur am Rande.

 

 

 

 

 

 

 

Tu was Du liebst!

 

Am vergangenen Wochenende habe ich  gelernt das es einfach wichtig ist das man liebt was man tut, und auch daran glaubt. Vor etwas über zwei Jahren war ich ein frustrierter und unausgeglichener Enddreissiger. Ständig war ich unzufrieden – mit mir und meiner Fotografie . Besonders immer dann wenn ich in Fotozeitschriften Arbeiten von 22 Jährigen Fotografen gesehen habe die in Havanna oder Sydney die unglaublichsten Fotos gemacht haben und dann noch veröffentlicht wurden. Die Jagd nach Likes und Klicks und der ständige Blick auf Reichweitenstatistiken stand oft genug für mich im Vordergrund – ich hab mich darin verloren – und meine Fotografie hat auch ein Stück Ihres Zaubers verloren. Dazu kam dann noch meine schwierige persönliche Situation – alles in allem keine gute Mischung für einen Kreativen.

 

Ende 2016 ging dann mit dem Wechsel meines Wohnumfeldes die Kurve steil nach oben – nach und nach bin ich wieder in die Spur gekommen – auch dank meiner zukünftigen Frau Barbara – eines besonderen Menschen der mein Lebensmittelpunkt ist. 2017 Hab ich dann Sven Beutemann und seine Freundin Mona getroffen, der erst meine Homepage auf  Vordermann gebracht hat und dann entschieden hat in seinem Verlag mein Buch zu machen und die Ausstellung zu veranstalten.

 

Facebook ist unwichtig! Das Leben findet woanders statt!

 

Spätestens als die ersten Gäste am Samstag mit Ihren Würstchen und Bierflaschen in der Hand vor meinen Bildern standen, mich mit Fragen gelöchert haben, meine Bilder und Bücher gekauft haben,  hab ich gemerkt wo die wirkliche Reichweite liegt – ja wo sich das Leben wirklich abspielt. Kunst kann sich einfach nicht auf Instagram oder Facebook entfalten. Kunst kann nur da leben und atmen wo sie auf Menschen trifft – auf echte Menschen aus Fleisch und Blut. Menschen denen ich meine Bücher signiert habe, Menschen die Songs für mich schreiben und bei meiner Vernissage spielen, Menschen die mit dem Auto 350 Kilometer fahren nur um meine Kunst zu sehen. Likes und Klicks und Kommentare sind vergänglich und unbedeutend.

Ich kann nur jedem empfehlen da raus zu gehen und seine Kunst den Menschen zu zeigen. Wo immer es auch möglich ist, hängt Eure Fotos auf und präsentiert Eure Bilder und Skulpturen.

Fotos: Falk Frassa,Samira Lohmann,Barbara Schmidt