Beiträge

Es ist Freitag! #8

Meine ersten Wochen mit der Leica M6

 

 

 

Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal eine Kamera so sehr wollte wie diese….

„Och nööö – jetzt hat er schon wieder die drölfhundertste Kamera gekauft, von der wir wieder nur das Foto zu sehen bekommen, aber nie Fotos aus Ihr…“

Ja – Ihr habt recht…

ABER – diesmal ist alles anders. Ich bin an einem Punkt in meinem Leben angelangt wo mich dieses wahnhafte Zusammentragen von Dingen nicht mehr befriedigt. Ich habe am Donnerstag damit begonnen einen Grossteil meiner Kamerasammlung zu Geld zu machen um mich auf auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dieses Wesentliche manifestiert sich jetzt erstmal in dieser einen Kamera die ich schon immer wollte, desweiteren hat mich eine Dokumentation auf Netflix über Minimalismus inspiriert die ich vor ein paar Wochen gesehen habe.

Ich bin eigentlich kein besonders materieller Mensch, aber ich habe die letzten Jahre einfach zu viel Zeit und Energie damit verbracht Dingen (in meinem Fall Kameras) hinterher zu jagen.

Ich war so in meiner Jagd gefangen das sie mich unglücklich gemacht hat.

 

Das war mein Facebook Post vom 16.3. 😉

 

Aber das können doch auch andere Kameras!

 

 

Mittlerweile habe ich einige Filme durch die Kamera gejagt – die Euphorie hält nachwievor an. Klar, das Leica System ist im Vergleich zu anderen Kleinbildsystemen wesentlich teurer und scharfe Bilder kann ich auch mit einer Canonet oder Yashica Electro für 40 Euro vom Trödel machen – was ich ja in den letzten Jahren auch getan habe. Von den Kameras aus Wetzlar geht allerdings eine Faszination aus die ich nur schwer beschreiben kann. In der Hauptsache macht mich die unglaubliche Anfassqualität an – an der Kamera gibt es quasi kein Plastik, alles wirkt unglaublich robust und aus einem Guss. Klar – auch meine Nikon FE hat einen tollen Sound wenn der Spiegel zurückschlägt, aber bei der Leica ist alles noch mal ein wenig fluffiger und leichtgängiger. Fotografie bedeutet für mich eben nicht nur ein technisch brauchbares Foto zu machen, der Weg und das wie sind für mich auch entscheidend.

Die Leica M6 – Reduktion rockt!

Seit jeher fotografiere ich ja mit Nikon Kameras. Die Nikon D850 hat so derbe viele Funktionen die ich niemals brauche und auch nicht brauchen werde – selbst meine analoge Nikon F100 hat für meinen Geschmack schon fast zu viele Knöpfe und Einstellräder. Bei der Leica ist wirklich nur das dran was eine Kamera braucht – Auslöser, Zeitenwahlrad und Filmtransporthebel. Ich würde jetzt nicht soweit gehen und behaupten das diese Reduzierung mich zu einem besseren Fotografen macht und mich Bilder wie „Cartier-Bresson“ machen lässt, aber ich merke bereits das die kleine Kamera es mir ermöglicht auch mal unauffällig fremde Menschen zu fotografieren, was ja mit einer Grossen DSLR mit Riesenrohr kaum möglich ist.

 

Ich könnte jetzt natürlich noch ewig über den eingebauten Belichtungsmesser und die kackscharfen Objektive fabulieren, aber das spar ich Euch und zeig jetzt lieber mal ein paar Fotos die ich in den letzten Wochen gemacht habe:

 

 

ES IST FREITAG! #3

, ,

Ich packe meinen Fotorucksack und…

 

stehe , wenn Ihr das lest warscheinlich schon im Fotograben, der ja eigentlich Bühnengraben heisst, oder sitze gemütlich Backstage beim Bier und warte auf die nächste Band.
Neben dem Rumstehen und Biertrinken gibts da natürlich noch ein paar andere Dinge die mich an der der Konzertfotografie begeistern, doch das würde jetzt zu weit führen – um das ganze mal ein bisschen abzukürzen, zeig ich Euch einfach was ich so auf Festivals oder Konzerte mit nehme.

 

 

 

 

NIKON D850
Die Nikon D850 hab ich mir im September 2017 direkt am Erscheinungstag geholt. Ich schwöre seit 2007 – also seit ich halbwegs mit Anspruch fotografiere auf Nikon. Schon der Vorgänger D800 hat mich 5 Jahre lang ohne Ausfälle auf Festivals begleitet und literweise Bier und Staub abbekommen. Mit der D850 hat Nikon die im Moment warscheinlich beste DSLR auf dem Markt – besonders begeistert bin ich vom aktuellen Chip, der besonders bei rotem Bühnenlicht eine bessere Figur macht als seine Vorgänger. Über die genialen Iso Fähigkeiten der Kamera muss ich glaube ich keine Worte mehr verlieren. Das beste ist aber das ich die Kamera quasi blind bedienen kann – was in dunklen kleinen Undergroundkaschemmen von Vorteil sein kann. Meistens nehme ich den original Nikon Batteriegriff mit, einfach weil die Kamera im Hochformat einfacher zu bedienen ist und mir nicht so schnell der Saft ausgeht wenn ich mal 3 Tage lang keine Steckdose in der Nähe habe. Klar, die original Nikon Batteriegriffe sind wesentlich teurer als die nachgemachten Chinateile, aber ich geb doch nicht 4000 Euro für eine Kamera aus um dann ein schlecht verarbeitetes Plastikteil für 40 Euro dranzuschrauben auf das ich mich nicht verlassen kann.

 

Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD G2

Quasi mein Brot und Butter Objektiv an der Nikon – wesentlich besser verarbeitet wie der Vorgänger. In den Venues und auf den Festivals auf denen ich unterwegs bin, reichen mir die 70mm am langen Ende vollends – zumal das Pixelmonster D850 Crops mit immernoch genialer Bildqualität ermöglicht. Dickes Plus ist natürlich der Bildstabilisator der auch mal Fotos mit 1/40 aus der Hand ermöglicht. Für das Nikon Pedant legt man beinahe 1000 Euro mehr auf den Tisch – was die Abbildungsqualität angeht tun sich eigentlich beide nicht viel.

 

 

Nikon AF-S Zoom-Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED

Mit fast einem Kilo macht sich das Glas ziemlich schnell im Fotorucksack bemerkbar, genauso wie in meinem Geldbeutel, aber was sind schon 1800 Euro, wenn man dafür das vielleicht beste Ultraweitwinkel Zoom überhaupt bekommen kann. Die Bildqualität ist brutal gut – scharf bis in den letzten Winkel. Auch wenn ich es nicht auf jedem Konzert einsetzte , sind die perspektivischen Möglichkeiten die mir der 114° Bildwinkel ermöglicht einfach nur geil.

Nikon 70-210mm f/4-5.6

Falls ich doch mal was längeres brauche, nehme ich gerne mal das 70-210er mit. Das Teil hab ich mal für 60 Euro von meinem Fotodealer mitgenommen um im Urlaub mal ein paar Vögel am Strand zu fotografieren. Das Objektiv hat zwar auch schon 30 jahre auffm Buckel, ist ein Schiebezoom mit langsamen AF, aber an der Nikon D850 macht es nen ganz soliden Job.

 

Leica M6 mit Voigtländer Nokton 35mm und Elmar 50mm

Ja, ich gebs zu – ich bin mittlerweile ein ziemlicher Leica Fanboy – die M6 hab ich mir Anfang des Jahres gegönnt und tatsächlich auch schon auf 2 Festivals dabei gehabt. In der Theorie klingt das Fotografieren auf Konzerten ohne Autofokus nach einer ziemlich blöden Idee, aber zum einen hats ja Jahrzehntelang auch mit manuellen Fokus geklappt und zum anderen ist es gar nicht so schwer, wenn man nämlich einmal die Entfernung richtig geschätzt hat dann brauch man fast nicht mehr den Schnittbildindikator zu beachten. An Filmmaterial nehm ich am liebsten Kodak Porta oder auch mal einen Tri-X mit.

Lowepro LP37016-PWW Flipside Trek Kameratasche BP 350 AW

Jahrelang hab ich mich mit sperrigen, viel zu grossen Rucksäcken abgeschleppt, die mich regelmässig dazu verleitet haben noch mehr Kram einzupacken den ich dann am Ende doch nicht gebraucht hab. Hey – da ist ja noch Platz – kommt die Rolleiflex halt auch noch mit. Der Lowepro LP37016-PWW Flipside sieht von aussen relativ kompakt aus , bietet aber genug Platz für den ganzen Krempel den ich Euch hier gerade aufgezählt habe.

Und sonst so?

Ich schwöre seit jeher auf Eneloop Akkus mit denen ich meinen Batteriegriff füttere. An Speicherkarten spare ich auch nicht – da leiste ich mir eigentlich immer die San Disk Karten. Ansonsten kommt noch mein Sunsniper Gurt mit und natürlich diverse Brillenputztücher.
Fotos vom Dong Open Air zeig ich Euch dann nächste Woche 😉

Bis Freitag!