Es ist Freitag! #13

Vom Lieben und Tragenlassen

Nach der überstandenen Männergrippe in der letzten Woche gehts mir jetzt wesentlich besser, und das nicht nur in Bezug auf meine Atemwege.  Mir geht es überhaupt seit einigen Wochen richtig gut – ich fürchte ich bin auf dem besten Wege ein entspannter und zufriedener Mensch zu sein. Klar – ich hab als Kreativer  auch mal meine Phasen in denen ich an mir zweifle, aber ich habe ja die beste Ehefrau der Welt und meine Kunst. Von beiden kann ich mich lieben und tragen lassen. Geborgenheit ist ein essentielles Gefühl für mich – Kunst kann nur da blühen wo die Liebe wächst.

Das System Seele

Als Jugendlicher – also vor gefühlten zwei Jahren war ich der Ansicht, dass man als Mensch mit 25 oder 30 Jahren in allen Belangen fertig entwickelt ist. Jetzt im 5. Lebensjahrzehnt (Oh weia – ich bin doch erst 41)  stelle ich überrascht fest, dass man niemals vollendet ist und das nur durch ständige Updates das System Seele stabil läuft.  Seit ein paar Wochen bin ich also mal wieder im Update Modus, was  bedeutet das ich ganz bewusst Dinge weglasse die mir eigentlich schaden – in meinem Fall Alkohol und Zigaretten. Mein Vater war zu Lebzeiten begeisterter Fotograf – diese Begeisterung habe ich von ihm geerbt – leider aber auch den Hang zum übermässigen Alkoholgenuss.

 

Ich gewinne!

Das Thema Alkohol und Sucht habe ich vor 4 Jahren bereits im Rahmen meines 365 Tage Fotoprojektes verarbeitet. Jetzt, 2018, in meiner aktuellen Lebensupdatephase kam die Inspiration zu neuen Bildern zum Thema von ganz alleine. Getragen von Liebe und der Kunst fanden die Ideen zu mir – beinahe auf geradem Weg. Regelmässig hört man den Satz „ich habe das Rauchen/Trinken… aufgegeben“ – ich habe für mich festgestellt das ich nichts aufgebe wenn ich auf Bier, Wein und Fluppen verzichte, ich gewinne nur. Ich gewinne Klarheit und die Fähigkeit an einem schönen Morgen ausgeruht früh aufzustehen um meinen Lieblingsbaum zu fotografieren. Das ist natürlich nur ein Anreiz.

Ich gewinne Zeit!

Eine weitere Motivation ist nebenbei Zeit zu gewinnen – möglichst alt zu werden, ja möglichst lange zu fotografieren. Ist Euch eigentlich schonmal aufgefallen, dass alle grossen Fotografen wirklich alt geworden sind, bzw. ein hohes Alter haben? Henri Cartier-Bresson ist biblische 95 Jahre alt geworden, Ansel Adams brachte es auf immerhin 82 Jahre, Robert Frank feiert in ein paar Wochen seinen 94sten und der von mir hochgeschätzte Joel Meyerowitz zählt auch schon 80 Lenze. Da möchte ich auch hin – mindestens 50 Jahre hätte ich gerne als Bonus.

Ich würde sagen wir lesen uns auch noch am 24.9. 2066 zu „Es ist Freitag! #2510. Ich freu mich drauf.