ES IST FREITAG! #3

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Ich packe meinen Fotorucksack und…

 

stehe , wenn Ihr das lest warscheinlich schon im Fotograben, der ja eigentlich Bühnengraben heisst, oder sitze gemütlich Backstage beim Bier und warte auf die nächste Band.
Neben dem Rumstehen und Biertrinken gibts da natürlich noch ein paar andere Dinge die mich an der der Konzertfotografie begeistern, doch das würde jetzt zu weit führen – um das ganze mal ein bisschen abzukürzen, zeig ich Euch einfach was ich so auf Festivals oder Konzerte mit nehme.

 

 

 

 

NIKON D850
Die Nikon D850 hab ich mir im September 2017 direkt am Erscheinungstag geholt. Ich schwöre seit 2007 – also seit ich halbwegs mit Anspruch fotografiere auf Nikon. Schon der Vorgänger D800 hat mich 5 Jahre lang ohne Ausfälle auf Festivals begleitet und literweise Bier und Staub abbekommen. Mit der D850 hat Nikon die im Moment warscheinlich beste DSLR auf dem Markt – besonders begeistert bin ich vom aktuellen Chip, der besonders bei rotem Bühnenlicht eine bessere Figur macht als seine Vorgänger. Über die genialen Iso Fähigkeiten der Kamera muss ich glaube ich keine Worte mehr verlieren. Das beste ist aber das ich die Kamera quasi blind bedienen kann – was in dunklen kleinen Undergroundkaschemmen von Vorteil sein kann. Meistens nehme ich den original Nikon Batteriegriff mit, einfach weil die Kamera im Hochformat einfacher zu bedienen ist und mir nicht so schnell der Saft ausgeht wenn ich mal 3 Tage lang keine Steckdose in der Nähe habe. Klar, die original Nikon Batteriegriffe sind wesentlich teurer als die nachgemachten Chinateile, aber ich geb doch nicht 4000 Euro für eine Kamera aus um dann ein schlecht verarbeitetes Plastikteil für 40 Euro dranzuschrauben auf das ich mich nicht verlassen kann.

 

Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD G2

Quasi mein Brot und Butter Objektiv an der Nikon – wesentlich besser verarbeitet wie der Vorgänger. In den Venues und auf den Festivals auf denen ich unterwegs bin, reichen mir die 70mm am langen Ende vollends – zumal das Pixelmonster D850 Crops mit immernoch genialer Bildqualität ermöglicht. Dickes Plus ist natürlich der Bildstabilisator der auch mal Fotos mit 1/40 aus der Hand ermöglicht. Für das Nikon Pedant legt man beinahe 1000 Euro mehr auf den Tisch – was die Abbildungsqualität angeht tun sich eigentlich beide nicht viel.

 

 

Nikon AF-S Zoom-Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED

Mit fast einem Kilo macht sich das Glas ziemlich schnell im Fotorucksack bemerkbar, genauso wie in meinem Geldbeutel, aber was sind schon 1800 Euro, wenn man dafür das vielleicht beste Ultraweitwinkel Zoom überhaupt bekommen kann. Die Bildqualität ist brutal gut – scharf bis in den letzten Winkel. Auch wenn ich es nicht auf jedem Konzert einsetzte , sind die perspektivischen Möglichkeiten die mir der 114° Bildwinkel ermöglicht einfach nur geil.

Nikon 70-210mm f/4-5.6

Falls ich doch mal was längeres brauche, nehme ich gerne mal das 70-210er mit. Das Teil hab ich mal für 60 Euro von meinem Fotodealer mitgenommen um im Urlaub mal ein paar Vögel am Strand zu fotografieren. Das Objektiv hat zwar auch schon 30 jahre auffm Buckel, ist ein Schiebezoom mit langsamen AF, aber an der Nikon D850 macht es nen ganz soliden Job.

 

Leica M6 mit Voigtländer Nokton 35mm und Elmar 50mm

Ja, ich gebs zu – ich bin mittlerweile ein ziemlicher Leica Fanboy – die M6 hab ich mir Anfang des Jahres gegönnt und tatsächlich auch schon auf 2 Festivals dabei gehabt. In der Theorie klingt das Fotografieren auf Konzerten ohne Autofokus nach einer ziemlich blöden Idee, aber zum einen hats ja Jahrzehntelang auch mit manuellen Fokus geklappt und zum anderen ist es gar nicht so schwer, wenn man nämlich einmal die Entfernung richtig geschätzt hat dann brauch man fast nicht mehr den Schnittbildindikator zu beachten. An Filmmaterial nehm ich am liebsten Kodak Porta oder auch mal einen Tri-X mit.

Lowepro LP37016-PWW Flipside Trek Kameratasche BP 350 AW

Jahrelang hab ich mich mit sperrigen, viel zu grossen Rucksäcken abgeschleppt, die mich regelmässig dazu verleitet haben noch mehr Kram einzupacken den ich dann am Ende doch nicht gebraucht hab. Hey – da ist ja noch Platz – kommt die Rolleiflex halt auch noch mit. Der Lowepro LP37016-PWW Flipside sieht von aussen relativ kompakt aus , bietet aber genug Platz für den ganzen Krempel den ich Euch hier gerade aufgezählt habe.

Und sonst so?

Ich schwöre seit jeher auf Eneloop Akkus mit denen ich meinen Batteriegriff füttere. An Speicherkarten spare ich auch nicht – da leiste ich mir eigentlich immer die San Disk Karten. Ansonsten kommt noch mein Sunsniper Gurt mit und natürlich diverse Brillenputztücher.
Fotos vom Dong Open Air zeig ich Euch dann nächste Woche 😉

Bis Freitag!

Yashica

Yashica – Die Enttäuschung des Jahres?

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Eigentlich wollte ich ja schon längst über die neue NIKON D850 gebloggt haben, aber jetzt ist mir was dazwischen gekommen…

Als vor 2 Wochen eine neue Yashica angekündigt wurde, hatte ich entweder auf eine zweite Fuji X100 gehofft, oder auf eine komplett analoge Kamera mit Film, ähnlich wie die legendäre Yashica Electro.

Die vor wenigen Stunden auf Kickstarter vorgestellte Kamera ist auf der einen Seite ein sehr cooles Teil , auf der anderen Seite dann wieder eine herbe Enttäuschung. Die sogenannte Yashica DigiFilm-Kamera verwendet ein interessantes austauschbares  digitales Filmsystem, bei dem man im Grunde jedesmal einen neuen Sensor mit speziellen Eigenschaften kauft. Will man also Schwarz Weiss haben kauft man eine entsprechende Patrone – für Farbe wiederum eine Patrone mit Farbe und wer analoges Bildrauschen will, der greift zur S/W Patrone mit iso 1400. Die Abwesenheit eines Displays zur Bildkontrolle finde ich auch sehr Reizvoll, ja es gibt sogar einen Spannhebel der nach jeder Aufnahme bedient werden muss um ein neues Foto aufnehmen zu können.

 

Schauen wir doch mal auf die Spezifikationen:

  • 1/3.2-inch CMOS sensor 
  • 14 megapixel 
  • Messucher
  • Lichtstarkes Objektiv f2.8
  • Brennweite 35mm
  • Minimale Aufnahmedistanz 1m
  • 5 wählbare Verschlusszeiten 1s, 1/30s, 1/60s, 1/250s, 1/500s
  • SD Karte
  • Micro USB 
  • Stativgewinde
  • funktioniert mit 2 x AA Batterien
  •  digiFilm

AAAAAAAber:

Ein Sensor der kaum grösser ist als der in meinem Samsung Galaxy S8? Nur 5 Verschlusszeiten? Klar, auf der Habenseite steht die Möglichkeit sich wie bei einer analogen Kamera wieder ganz auf das Bildermachen zu konzentrieren weil man nicht ständig auf ein Display schielt – das hat irgendwie seinen Reiz, weil hier wieder die so oft zitierte Konzentration auf das Wesentliche eintritt. Aber warum hat man der Kamera nicht wenigstens einen  Four Thirds-Sensor spendieren können? Warum diese seltsamen Fimpatronen die zwar auf den ersten Blick nach einem interessanten Konzept klingen – aber hier befürchte ich das man das Ganze als Gelddruckmaschine missbrauchen wird. Schade – hier wäre mehr drin gewesen – vermutlich ordere ich mir aber trotzdem eine.

Mehr auf:  Kickstarter

Meine Kamerasammlung

An dieser Stelle zeige ich Euch in loser Reihenfolge die Schätze meiner stetig wachsenden Sammlung alter Fotogeräte

 

Kodak Retina IIc (Type 020)

 

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Produziert in Stuttgart vom Kamerawerk Nagel zwischen 1954 -1957

  • Film: 35 mm
  • Verschluss: Synchro-Compur  B,1-1/500
  • Objektiv:Schneider Retina-Xenon f:2.8/50 oder Rodenstock-Heligon f:2,0/50mm
  • Produktion: 1954  1957
  • Original Listen Preis: 318DM

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Los geht es mit der Kodak Retina cII. Dieses kleine Prachtstück habe ich vor knapp 2 Jahren aus einer Wühlkiste auf einem Düsseldorfer Trödel gefischt. Für schlanke 40 Euro landete die Kleine dann in meinem Fotorucksack.  Klassischer Fall von Schnäppchen, normalerweise geht die Kamera bei E-Bay für das 4 fache über die virtuelle Ladentheke. Gefüttert wurde sie dann umgehend mit einem seid 17 Jahre abgelaufenen Schwarz Weiss Film aus DDR Produktion. Die ersten entwickelten Fotos welche auf dem Rock Hard Open Air 2011 entstanden begeisterten mich ziemlich – trotz des nicht gerade qualitativ hochwertigen Filmmaterials. Natürlich erfordert das fotografieren mit einer derart betagten Knipse einiges an Geduld, da Belichtungsmesser und Autofokus natürlich Fehlanzeige sind.

Die IIc besitzt einen einen optischen Sucher mit Bildbegrenzungsrahmen sowie einen gekuppelten Mischbild Entfernungsmesser. Sowohl die Retina IIc   als auch ihre Nachfolgerin die IIIc  waren zu ihrer Zeit sehr hochwertige Kameras die zu einem auch für Fotoamateure erschwinglichen Preis angeboten wurden. Für die Geschichte der Kleinbildkameras waren die Retinas auch deshalb wichtig, weil Kodak für sie die heute noch übliche Kleinbildpatrone einführte, also die unmodernen kleinen Dinger die Ihr heute oft nur noch bei Rossmann hinter dem Müsli findet. Bis zum Erscheinen der Retina Serie war es üblich das jeder Hersteller seine eigenen Filmpatronen auf den Markt brachte. Die neuartigen Kodak Filmpatronen setzten sich schon bald auf breiter Front durch und waren universell in allen Kameras zu verwenden.

 

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ENFORCER @ Rockhard Festival 2011

Meine Geduld mit der neuen alten Kamera sollte sich dann einige Wochen später bezahlt machen. Diejenigen von Euch die mein Fotografisches Schaffen bereits länger verfolgen erinnern sich eventuell an meinen letzten Urlaub in Österreich im Sommer 2011.Ich sage nur ICE+Kamera = Kamera futsch. Zu Erklärung für alle Anderen – auf besagtem Trip verschwand bereits auf der Hinfahrt meine komplette Kameraausrüstung aus dem ICE . Fotokrempel im Wert von 2700 Euro . Nur die kleine Retina nicht, denn die hatte ich unter weiser Vorraussicht nicht in meinen Fotorucksack verstaut, sondern mit einigen Rollen Film in den Koffer gepackt. Das war dann aber auch die einzige Weise tat von mir, denn wer sich eine unversicherte Kamera nebst Objektiven stehlen lässt, der ist selber Schuld. Mit meiner Kodak Retina hatte ich dann auf den Bergtouren wenigstens mehr Platz für Bier im Wanderrucksack , und nicht nur das – nebenbei sind mir einige Fotos von hohem Erinnerungswert geblieben. Aber was noch viel wichtiger war für mich die Erkenntnis das man keine fette moderne  Ausrüstung braucht um  Fotos zu machen.

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Ihr müsst Euch ja Eure Sachen nicht direkt klauen lassen um auf den Trichter zu kommen das man mit Kameras vom Trödel unglaublich viel Spass haben kann.

Lasst Doch Eure 40Millionen Megapixelcam und das Angeberofenrohrobjektiv einfach mal zu Hause , und zieht mit einer kleinen Analogkamera los. Glaubt mir – et lohnt sich 😉