Es ist Freitag! #8

Meine ersten Wochen mit der Leica M6

 

 

 

Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal eine Kamera so sehr wollte wie diese….

„Och nööö – jetzt hat er schon wieder die drölfhundertste Kamera gekauft, von der wir wieder nur das Foto zu sehen bekommen, aber nie Fotos aus Ihr…“

Ja – Ihr habt recht…

ABER – diesmal ist alles anders. Ich bin an einem Punkt in meinem Leben angelangt wo mich dieses wahnhafte Zusammentragen von Dingen nicht mehr befriedigt. Ich habe am Donnerstag damit begonnen einen Grossteil meiner Kamerasammlung zu Geld zu machen um mich auf auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dieses Wesentliche manifestiert sich jetzt erstmal in dieser einen Kamera die ich schon immer wollte, desweiteren hat mich eine Dokumentation auf Netflix über Minimalismus inspiriert die ich vor ein paar Wochen gesehen habe.

Ich bin eigentlich kein besonders materieller Mensch, aber ich habe die letzten Jahre einfach zu viel Zeit und Energie damit verbracht Dingen (in meinem Fall Kameras) hinterher zu jagen.

Ich war so in meiner Jagd gefangen das sie mich unglücklich gemacht hat.

 

Das war mein Facebook Post vom 16.3. 😉

 

Aber das können doch auch andere Kameras!

 

 

Mittlerweile habe ich einige Filme durch die Kamera gejagt – die Euphorie hält nachwievor an. Klar, das Leica System ist im Vergleich zu anderen Kleinbildsystemen wesentlich teurer und scharfe Bilder kann ich auch mit einer Canonet oder Yashica Electro für 40 Euro vom Trödel machen – was ich ja in den letzten Jahren auch getan habe. Von den Kameras aus Wetzlar geht allerdings eine Faszination aus die ich nur schwer beschreiben kann. In der Hauptsache macht mich die unglaubliche Anfassqualität an – an der Kamera gibt es quasi kein Plastik, alles wirkt unglaublich robust und aus einem Guss. Klar – auch meine Nikon FE hat einen tollen Sound wenn der Spiegel zurückschlägt, aber bei der Leica ist alles noch mal ein wenig fluffiger und leichtgängiger. Fotografie bedeutet für mich eben nicht nur ein technisch brauchbares Foto zu machen, der Weg und das wie sind für mich auch entscheidend.

Die Leica M6 – Reduktion rockt!

Seit jeher fotografiere ich ja mit Nikon Kameras. Die Nikon D850 hat so derbe viele Funktionen die ich niemals brauche und auch nicht brauchen werde – selbst meine analoge Nikon F100 hat für meinen Geschmack schon fast zu viele Knöpfe und Einstellräder. Bei der Leica ist wirklich nur das dran was eine Kamera braucht – Auslöser, Zeitenwahlrad und Filmtransporthebel. Ich würde jetzt nicht soweit gehen und behaupten das diese Reduzierung mich zu einem besseren Fotografen macht und mich Bilder wie „Cartier-Bresson“ machen lässt, aber ich merke bereits das die kleine Kamera es mir ermöglicht auch mal unauffällig fremde Menschen zu fotografieren, was ja mit einer Grossen DSLR mit Riesenrohr kaum möglich ist.

 

Ich könnte jetzt natürlich noch ewig über den eingebauten Belichtungsmesser und die kackscharfen Objektive fabulieren, aber das spar ich Euch und zeig jetzt lieber mal ein paar Fotos die ich in den letzten Wochen gemacht habe:

 

 

Es ist Freitag! #7

Aus kühleren Tagen….

Der Sommer 2018 ist schon gefühlt seit Wochen auf seinem Höhepunkt angekommen.

Viele von uns wissen schon gar nicht mehr wie sich eine kühle Brise anfühlt.

Daher habe ich hier für Euch ein paar Bilder aus kühleren Tagen……

Es ist Freitag! #6

In einem anderen Land

Aus meiner tiefen Liebe zum Verfall zeige ich Euch auch diese Woche wieder Ruinen.

2013 war ich in Bruckhausen unterwegs, ein Duisburger Stadtteil der unter anderem durch diverse Schimanski Tatorte Berühmtheit erlangte. Im Bereich der DieselstraßeOttokarstraße und Heinrichstraße wurden in den letzten Jahren mit öffentlichen Mitteln viele Häuser saniert und die Fassaden renoviert. Bis 2015 stehen privaten Eigentümern bis zu 70 % Förderung aus öffentlichen Mitteln zur Sanierung ihrer Gebäude zur Verfügung. Auch in die öffentliche Infrastruktur wurde investiert.  Die Gebäude an der Kaiser-Wilhelm-Straße, dem „Kringelkamp“ und in Teilen der direkt angrenzenden Straßen wurden dagegen aufgrund überdurchschnittlichen Leerstandes und mitunter schlechter Gebäudezustände im Zeitraum von circa 2010 bis 2015 abgebrochen. Eine sehr bedrückende und traurige ja fast schon apokalyptische Stimmung herrschte zwischen den mittlerweile überwiegend unbewohnten Häusern.

Es ist Freitag! #5

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Bad Niedergang

Lost Places in Bad Pyrmont

Bei Kurorten denkt man ja normalerweise an Menschen mit Rollatoren die salziges Wasser aus Plastikbechern trinken und nicht gerade an Lost Places – dachte ich auch, bis ich im Februar zum ersten Mal in dem beschaulichen Ort im äussersten Norden von NRW gelandet bin. Mir sind sofort die zahlreichen geschlossenen und dem Verfall preisgegebenen einst herrschaftlichen Kurhotels aufgefallen. Ziemlich schnell hatte ich die Intention zu einer neuen Serie. Angeregt durch meinen  Aufententhalt in Bad Pyrmont habe ich mich mal mit dem Niedergang der dortigen Kurbetriebe befasst.

Spätestens mit dem vom damaligen Bundesgesundheitsminister Seehofer beschlossenen Sparpaket und der damit verbundenen Kürzung der Reha Zeiten und dem daraus entstandenen Abbau von über 40.000 Arbeitsplätzen im Gesundheitswesen begann der Niedergang im Kurwesen das allein bis 1999 zur Schliessung von 120 Betrieben führte. Bereits mit den Blüm’schen Gesundheitsreformen begann in ganz Deutschland 1989 der Niedergang der Kurorte und Heilbäder. Zuerst wurden zum Beginn des Jahres 1989 die Kassenzuschüsse für die so genannten „offenen Badekuren“ drastisch gesenkt und zugleich eine Eigenbeteiligung eingeführt.

Der Erfolg allein dieser Maßnahmen war durchschlagend: Die Zahl der von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschussten offenen Badekuren sank innerhalb eines Jahres von 821.189 im Jahr 1988 auf nur noch 435.042 Kuren im Jahr 1989. Diesen gut 50 prozentigen Rückgang konnten insbesondere die kleinen bis mittelständischen Beherbergungsbetriebe nicht mehr auffangen, da gleichzeitig die Zahl der der stationären Krankenkassenkuren deutlich zunahm. Im Ergebnis verlagerte sich das „Kurgeschäft“ also von den klein- und mittelständischen Beherbergungsbetrieben hin zu den großen „konzernmäßig“ geführten Bettenburgen. Dieser negative Bundestrend erfasste auch Bad Pyrmont mit seinen vielen privatgeführten Hotels die oftmals , wenn sie nicht sofort schliessen mussten dazu gezwungen waren sich durch extreme Einsparungen zu retten welche in der Folge in einen Investitionsstau mündeten. Im Ergebnis konnte man mit den konzernmässig betriebenen „Bettenburgen“ nicht mehr mithalten. Für viele Orte natürlich katastrophal, für mich der sich auch mal mit Lost-Place Fotografie befasst ein Glücksfall.

Es ist Freitag! #4

Vom Ohr ins Objektiv…

 

Wie Musik meine Bilder enstehen lässt.

Neben der Fotografie hat die Musik in meinem Leben einen hohen Stellenwert.  Musik ist eigentlich immer da – die Ideen zu vielen meiner Arbeiten sind mir beim Hören meiner Lieblingsbands gekommen, oder eben beim Anschauen ihrer Videos. Seit dem Ableben der grossen Musikfernsehsender gibt es leider nicht mehr viele Bands, die Wert auf optisch anspruchsvolle Videos legen – 5 Typen in einer alten Fabrikhalle mit ein bisschen Nebel – fertig ist das Video. Das soll jetzt hier kein „früher war alles besser“ Geweine werden, aber mir ist aufgefallen, dass viele meiner Bilder von Musikvideos beeinflusst wurden, die ich in den 90ern gesehen habe, zu einer Zeit also als die Kunstform des Videoclips auf ihrem Zenit war.

 

Paradise Lost gehören seit Jahren zu meinen absoluten Faves. Diese Band ist sogar dafür verantwortlich das ich 1992 selber angefangen habe in einer Band zu singen und Texte zu verfassen.

 

 

Song Of The Troubled One – Der Amorphis Song und das dazugehörige Konzeptalbum handelt vom finnischen Nationalepos Kalevala. Mit Finnland und alten Geschichten bringe ich irgendwie immer Holzböden in Verbindung….

 

 

 

Opeth – Blackwater Park – als ich in dem relativ unscheinbaren Park in Krefeld diesen kleinen Tempel entdeckte, war mir sofort klar – das ist mein persönlicher „Blackwater Park“.

 

 

 

Porcupine Tree – Fear Of A Blank Planet. Porcupine Tree haben mich schon zu einigen Bildern inspiriert, zudem mag ich auch die Bildsprache in ihren Videoclips.

 

 

2014 habe ich mit dieser kleinen Gliederpuppe so einige Fotos gemacht. Dazu wurde ich von der Band TIAMAT und Ihrem Video beeinflusst – irgendwann setze ich das Ganze auch noch mal in diesem Stop-Motion Stil um.

Seit ein paar Jahren hab ich eine Phase die ich „die grüne Phase“ nenne. Ich mache dafür unter anderem Mark Romanek mit seinen Arbeiten für NINE INCH NAILS verantwortlich.

 

 

 

Ich bin eigentlich kein besonders grosser NICK CAVE Fan, aber ich mag viele seiner Videos, besonders den morbiden Touch von „Where the wild roses grow“, dass sich ja auf das Gemälde „Ophelia“ des Malers John Everett Millais bezieht, was mich schon beschäftigt und inspiriert hat bevor ich das Video auf MTV gesehen hab – einige meiner Bilder nehmen ja auch in diversen Variationen Bezug auf das Ophelia Thema.

 

Das Bild hat den unglaublich profanen Namen „07/24/2014“ eben da es an genau diesem Tag im Rahmen meines 365 Tage Projektes entstanden ist.  Hier haben mich Tool beeinflusst, die ich just an dem Morgen gehört habe, an dem ich das Foto gemacht habe. Die Zeile in ihrem Song „Schism“ in dem es heisst: „I know the pieces fit ‚cause I watched them fall away“ hat dafür gesorgt, dass ich schon eine halbe Stunde später nackt im Wald lag.

Die Inspiration ein Bild zu erschaffen kommt bei mir also nicht unbedingt immer aus einer visuellen Quelle – nein – manchmal reicht eine Zeile in einem Songtext, die sofort ein Bild in meinem Kopf entstehen lässt. Hin und wieder braucht es einige Tage bis ich das Bild in meinem Kopf entwickelt habe – es kommt aber auch schon mal vor das die Idee so klar ist, dass das Foto schon nach wenigen Minuten seinen Weg aus meinen Kopf durch das Objektiv und dann auf die Speicherkarte antritt.

Bis Freitag!

Sebastian

 

 

ES IST FREITAG! #3

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Ich packe meinen Fotorucksack und…

 

stehe , wenn Ihr das lest warscheinlich schon im Fotograben, der ja eigentlich Bühnengraben heisst, oder sitze gemütlich Backstage beim Bier und warte auf die nächste Band.
Neben dem Rumstehen und Biertrinken gibts da natürlich noch ein paar andere Dinge die mich an der der Konzertfotografie begeistern, doch das würde jetzt zu weit führen – um das ganze mal ein bisschen abzukürzen, zeig ich Euch einfach was ich so auf Festivals oder Konzerte mit nehme.

 

 

 

 

NIKON D850
Die Nikon D850 hab ich mir im September 2017 direkt am Erscheinungstag geholt. Ich schwöre seit 2007 – also seit ich halbwegs mit Anspruch fotografiere auf Nikon. Schon der Vorgänger D800 hat mich 5 Jahre lang ohne Ausfälle auf Festivals begleitet und literweise Bier und Staub abbekommen. Mit der D850 hat Nikon die im Moment warscheinlich beste DSLR auf dem Markt – besonders begeistert bin ich vom aktuellen Chip, der besonders bei rotem Bühnenlicht eine bessere Figur macht als seine Vorgänger. Über die genialen Iso Fähigkeiten der Kamera muss ich glaube ich keine Worte mehr verlieren. Das beste ist aber das ich die Kamera quasi blind bedienen kann – was in dunklen kleinen Undergroundkaschemmen von Vorteil sein kann. Meistens nehme ich den original Nikon Batteriegriff mit, einfach weil die Kamera im Hochformat einfacher zu bedienen ist und mir nicht so schnell der Saft ausgeht wenn ich mal 3 Tage lang keine Steckdose in der Nähe habe. Klar, die original Nikon Batteriegriffe sind wesentlich teurer als die nachgemachten Chinateile, aber ich geb doch nicht 4000 Euro für eine Kamera aus um dann ein schlecht verarbeitetes Plastikteil für 40 Euro dranzuschrauben auf das ich mich nicht verlassen kann.

 

Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD G2

Quasi mein Brot und Butter Objektiv an der Nikon – wesentlich besser verarbeitet wie der Vorgänger. In den Venues und auf den Festivals auf denen ich unterwegs bin, reichen mir die 70mm am langen Ende vollends – zumal das Pixelmonster D850 Crops mit immernoch genialer Bildqualität ermöglicht. Dickes Plus ist natürlich der Bildstabilisator der auch mal Fotos mit 1/40 aus der Hand ermöglicht. Für das Nikon Pedant legt man beinahe 1000 Euro mehr auf den Tisch – was die Abbildungsqualität angeht tun sich eigentlich beide nicht viel.

 

 

Nikon AF-S Zoom-Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED

Mit fast einem Kilo macht sich das Glas ziemlich schnell im Fotorucksack bemerkbar, genauso wie in meinem Geldbeutel, aber was sind schon 1800 Euro, wenn man dafür das vielleicht beste Ultraweitwinkel Zoom überhaupt bekommen kann. Die Bildqualität ist brutal gut – scharf bis in den letzten Winkel. Auch wenn ich es nicht auf jedem Konzert einsetzte , sind die perspektivischen Möglichkeiten die mir der 114° Bildwinkel ermöglicht einfach nur geil.

Nikon 70-210mm f/4-5.6

Falls ich doch mal was längeres brauche, nehme ich gerne mal das 70-210er mit. Das Teil hab ich mal für 60 Euro von meinem Fotodealer mitgenommen um im Urlaub mal ein paar Vögel am Strand zu fotografieren. Das Objektiv hat zwar auch schon 30 jahre auffm Buckel, ist ein Schiebezoom mit langsamen AF, aber an der Nikon D850 macht es nen ganz soliden Job.

 

Leica M6 mit Voigtländer Nokton 35mm und Elmar 50mm

Ja, ich gebs zu – ich bin mittlerweile ein ziemlicher Leica Fanboy – die M6 hab ich mir Anfang des Jahres gegönnt und tatsächlich auch schon auf 2 Festivals dabei gehabt. In der Theorie klingt das Fotografieren auf Konzerten ohne Autofokus nach einer ziemlich blöden Idee, aber zum einen hats ja Jahrzehntelang auch mit manuellen Fokus geklappt und zum anderen ist es gar nicht so schwer, wenn man nämlich einmal die Entfernung richtig geschätzt hat dann brauch man fast nicht mehr den Schnittbildindikator zu beachten. An Filmmaterial nehm ich am liebsten Kodak Porta oder auch mal einen Tri-X mit.

Lowepro LP37016-PWW Flipside Trek Kameratasche BP 350 AW

Jahrelang hab ich mich mit sperrigen, viel zu grossen Rucksäcken abgeschleppt, die mich regelmässig dazu verleitet haben noch mehr Kram einzupacken den ich dann am Ende doch nicht gebraucht hab. Hey – da ist ja noch Platz – kommt die Rolleiflex halt auch noch mit. Der Lowepro LP37016-PWW Flipside sieht von aussen relativ kompakt aus , bietet aber genug Platz für den ganzen Krempel den ich Euch hier gerade aufgezählt habe.

Und sonst so?

Ich schwöre seit jeher auf Eneloop Akkus mit denen ich meinen Batteriegriff füttere. An Speicherkarten spare ich auch nicht – da leiste ich mir eigentlich immer die San Disk Karten. Ansonsten kommt noch mein Sunsniper Gurt mit und natürlich diverse Brillenputztücher.
Fotos vom Dong Open Air zeig ich Euch dann nächste Woche 😉

Bis Freitag!

Es ist Freitag! #2

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Vom puzzeln und träumen

Auch dieser Blogpost beginnt mit einem Geständnis: „Ja ich liebe Dinge“ und ich liebe besonders Symbole. Wie Euch vielleicht schon aufgefallen ist gibt es in meinen Bildern regelmässig wiederkehrende Elemente – in meinem Fall sind es Nägel oder Puzzelteile, die es mir besonders angetan haben.

Wann genau das alles angefangen hat kann ich nicht mehr so genau sagen – irgendwann 2014 im Rahmen meines 365 Tage Projektes habe ich angefangen Puzzlestücke in allen Variationen zu fotografieren.

 

Traumsymbol „Puzzle“ – Versuch einer Deutung

Im Bereich der Traumdeutung ist das Puzzle ein Symbol das für den Wunsch des Träumenden steht, eine Lösung für ein Problem zu finden. Wenn ich jetzt auf die Zeit in meinem Leben um 2014 zurückblicke trifft das auf jeden Fall auf mich zu. Ich war ständig auf der Suche, mein Selbstvertrauen war in vielen Bereichen im Keller doch die intensive tägliche Beschäftigung mit der Fotografie hat automatisch Türen aufgestossen hinter denen sich Symbole verbargen. Da habe ich unbewusst etwas freigelegt und zu Tage gefördert was in meinem Unterbewusstsein verborgen war – immer wieder faszinierend was Kunst im Allgemeinen und Fotografie im Besonderen mit uns Menschen anstellt.

 

Für die Traumdeutung ist es wichtig in welcher Form das Puzzle im Traum in Erscheinung tritt. Passen alle Teile zusammen hat man meistens auch schon einen Ausweg aus einer schwierigen Lebenssituation gefunden. In meinem Fall hab ich es je nach Gemütslage eingefrohren, verbrannt oder zerstört – ziemlich unheimlich – oder?

 

Wenn das Puzzleteil hingegen einzeln auftritt, drückt es die Unsicherheit und Unvollkommenheit des Träumenden aus. Eigentlich bin ich ein Mensch der sich der Ratio verpflichtet fühlt – ich glaube weder an Geister, Götter oder Tierkreiszeichen, aber die Erklärung der Traumdeutung für mein Lieblingssymbol passt für mich wie die vielzitierte Faust aufs Auge. Das ist allerdings soweit ich weiss nur die europäische Sicht in Sachen Traumdeutung – wie die Interpretation auf anderen Kontinenten aussieht kann ich nicht sagen. Was ich allerdings faszinierend finde ist das das Puzzleteil als solches überall „verstanden“ wird – ob in Kapstadt, Karlsruhe oder auf Kamtschatka.

 

Im Moment bin ich an einem Punkt in meinem Leben angelangt an dem ich behaupten würde das ich das bin was man landläufig glücklich nennt – trotzdem tauchen auf meinen Bildern immer noch regelmässig Puzzleteile auf und wenn ich irgendwo unterwegs bin und eins finde nehme ich es meistens mit.  😉

In den nächsten Tagen werde ich mir auch noch einige weitere Puzzlestücke auf meinen Arm tättowieren lassen. Meine Liebe zu Symbolen geht sogar unter die Haut.

Bevor ichs vergesse: Mein guter Freund Sven Beutemann hat mir letzte Woche ein geniales Video gebastelt:

Bis Freitag!
Sebastian

 

 

 

 

Es ist Freitag! #1

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Ich gestehe – ja ich bin Topophil!

 

Keine Angst – das ist nicht ansteckend – bis ich vor einigen Monaten einen Artikel darüber im von mir sehr geschätzten Kwerfeldein Magazin gelesen hab, wusste ich überhaupt nicht von der Existenz dieses Krankheitsbildes. In meinem besonderen Fall gibt es ja so einige Zustände die von der Norm abweichen, gerade in Verbindung mit der Fotografie, insoweit hat es mich nicht gewundert das zum G.A.S Syndrom (also das unkontrollierte Anhäufen von Kameras) jetzt also noch was dazu kommt.
Dem Dichter Wystan Hugh Auden wird zugeschrieben, dass er das Wort „Topophilie“ geprägt hat, um eine starke psychologische bzw. emotionale Anziehungskraft für einen besonderen Ort zu beschreiben.

Eine aktuelle psychologische Studie des National Trust in Grossbritannien untersuchte mit Hilfe von MRT-Scans diese erstmals beim französischen Philsophonen Gaston Bachelard aufgetauchte Idee einer besonderen Ortsliebe.

 

 

Das Gesetz der Serie

 

Ein Forscherteam der Universität Surrey hat herausgefunden, dass Menschen ein besonderes Gefühl des Wohlbefindens empfinden, wenn sie an einen Ort denken oder einen Ort besuchen, dem sie eine besondere Bedeutung beimessen.
Hätte ich jetzt auch so gewusst 🙂 Ich habe ja 16 Jahre in Ratingen in ein und der selben Wohnung direkt am Wald gelebt , wer von Euch sich also vielleicht mal meine Bilder der letzten Jahre angesehen hat, dem wird bestimmt aufgefallen sein, das bestimmte Orte immer wieder auftauchen. Diese Orte sauge ich bewusst immer wieder förmlich in mich auf um eine Beziehung zu ihnen einzugehen.

Gerade diese „Höhle“ – die eigentlich eine Ruine einer alten Bahnverladestation ist, hat es mir besonders angetan. Sie ist nicht einfach nur eine Shootinglocation, sondern ein Seelenort für mich den ich nicht nur zum Fotografieren aufsuche, sondern auch einfach mal um nur für mich zu sein. Ich mag das Wort „Location“ sowieso nicht gerne, da es kalt und berechnend klingt, also so gar nicht das womit ich Fotografie in Verbindung bringe.

 

Seelenorte

 

Auch dieser kleine Tümpel in Ratingen ist ein Ort an den ich immer wieder gerne zurückkehre. Gelegentlich muss ich  einem Seelenort sein Bild förmlich abringen, weil er mich fasziniert und gleichzeitig piesackt mit seinen Dornenbüschen die von Besuch zu Besuch undurchdringlicher werden. Manchmal ist dann mein Seelenort einfach ein anderer wie beim vorherigen Besuch, eben weil die Natur das Licht setzt und für die Kulisse sorgt  in dem sie einfach mal ein paar Baumstämme verteilt – ganz im Gegensatz zu meinem kleinen Studio, das meistens gleich ist – es sei denn unser Kater wirft mal wieder eine Lampe um.

Es ist Freitag! #1

Ich gestehe – ja ich bin Topophil!

 

Keine Angst – das ist nicht ansteckend – bis ich vor einigen Monaten einen Artikel darüber im von mir sehr geschätzten Kwerfeldein Magazin gelesen hab, wusste ich überhaupt nicht von der Existenz dieses Krankheitsbildes. In meinem besonderen Fall gibt es ja so einige Zustände die von der Norm abweichen, gerade in Verbindung mit der Fotografie, insoweit hat es mich nicht gewundert das zum G.A.S Syndrom (also das unkontrollierte Anhäufen von Kameras) jetzt also noch was dazu kommt.
Dem Dichter Wystan Hugh Auden wird zugeschrieben, dass er das Wort „Topophilie“ geprägt hat, um eine starke psychologische bzw. emotionale Anziehungskraft für einen besonderen Ort zu beschreiben.

Eine aktuelle psychologische Studie des National Trust in Grossbritannien untersuchte mit Hilfe von MRT-Scans diese erstmals beim französischen Philsophonen Gaston Bachelard aufgetauchte Idee einer besonderen Ortsliebe.

 

 

Das Gesetz der Serie

 

Ein Forscherteam der Universität Surrey hat herausgefunden, dass Menschen ein besonderes Gefühl des Wohlbefindens empfinden, wenn sie an einen Ort denken oder einen Ort besuchen, dem sie eine besondere Bedeutung beimessen.
Hätte ich jetzt auch so gewusst 🙂 Ich habe ja 16 Jahre in Ratingen in ein und der selben Wohnung direkt am Wald gelebt , wer von Euch sich also vielleicht mal meine Bilder der letzten Jahre angesehen hat, dem wird bestimmt aufgefallen sein, das bestimmte Orte immer wieder auftauchen. Diese Orte sauge ich bewusst immer wieder förmlich in mich auf um eine Beziehung zu ihnen einzugehen.

Gerade diese „Höhle“ – die eigentlich eine Ruine einer alten Bahnverladestation ist, hat es mir besonders angetan. Sie ist nicht einfach nur eine Shootinglocation, sondern ein Seelenort für mich den ich nicht nur zum Fotografieren aufsuche, sondern auch einfach mal um nur für mich zu sein. Ich mag das Wort „Location“ sowieso nicht gerne, da es kalt und berechnend klingt, also so gar nicht das womit ich Fotografie in Verbindung bringe.

 

Seelenorte

 

Auch dieser kleine Tümpel in Ratingen ist ein Ort an den ich immer wieder gerne zurückkehre. Gelegentlich muss ich  einem Seelenort sein Bild förmlich abringen, weil er mich fasziniert und gleichzeitig piesackt mit seinen Dornenbüschen die von Besuch zu Besuch undurchdringlicher werden. Manchmal ist dann mein Seelenort einfach ein anderer wie beim vorherigen Besuch, eben weil die Natur das Licht setzt und für die Kulisse sorgt  in dem sie einfach mal ein paar Baumstämme verteilt – ganz im Gegensatz zu meinem kleinen Studio, das meistens gleich ist – es sei denn unser Kater wirft mal wieder eine Lampe um.

Es ist Freitag!

Es ist Freitag!

 

Hä? Wie jetzt? Spinnt der Freitag denn jetzt völlig? Was behauptet der denn da?

 

Tja – mir ist schon klar das der Kalender eher nach dem nicht ganz so beliebten für manchen von Euch frustigen Montag aussieht – und so einen düsteren, frustigen Montag hatte ich heute. Aber Frust und schlechte Gefühle setzen bei mir regelmässig kreative Kräfte frei. Der Frust klopfte also heute morgen ganz laut und heftig  bei mir an und sagte: „Du must bloggen – und nicht wie früher alle drei Monate mal, sondern öfters“

Jetzt bloggt er auch noch?

 

Klar, gefühlt alle machen im Moment nur noch Podcasts oder hektische YouTube Videos mit Schmatzgeräuschen und der von mir sehr geschätzte Steffen Böttcher aka Stilpirat hat ja auch mal Anfang des Jahres verkündet der Blog als solcher würde schon streng müffeln – aber ich bin der Typ der sich nackt im Wald fotografiert und nen Sarg durch die Gegend schleppt. Mir ist grundsätzlich also mal egal was andere machen. Das Ding mit dem Blog hab ich ja hier auch schon häufiger versucht, aber in der Vergangenheit dachte ich immer ich müsste unglaublich schlaue Erkenntnisse in die Tastatur hacken, am besten noch solche die die Fotowelt komplett auf den Kopf stellen – also klassischer Fall von an den eigenen, hohen Ansprüchen gescheitert.

 

 

Meine Eingebung von heute morgen war jetzt einfach Euch (hoffentlich) jeden Freitag an meinen Gedanken teilhaben zu lassen. Wie genau das aussehen wird weiss ich noch nicht – vielleicht gibts ne gemischte Tüte, oder was ganz aufgeräumtes – was ich aber mit Sicherheit weiss ist das ich mich nicht unter Druck setzen werde. Klar zeig ich Euch hier auch mal n paar Fotos, aber momentan liegt mir halt so einiges auf der Seele das nicht nur über Fotos raus kann. Aber keine Angst – ich mach mich nicht nackig vor Euch 😉

Ich würde mich freuen wenn wir uns in 4  Tagen wiederlesen.

Bis Freitag!
Sebastian