Es ist Freitag! #18

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Es ist zu kalt für Kunst!

Brauchen wir wirklich den drölfhundertsten virtuellen Stammtisch?

Brauchen wir die soundsovielte Fotogruppe in der sich die Mitglieder doch nur anpöbeln?

Brauchen wir wirklich noch einen Podcast in dem uns Leute die uns gar nicht kennen erzählen wie wir uns am besten zu fühlen haben?

Nein! Es macht viel glücklicher raus zu gehen, zu Ausstellungen und jemanden zu sagen „Hey, das was Du machst, bewegt mich“



Mehr muss man gar nicht tun – raus gehen, ins Gespräch kommen, und den anderen nicht als Konkurrenten zu sehen, sondern ihn zu supporten – und sei es ihm auch „nur“ ne Postkarte für einen Euro abzukaufen. Die Realität nimmt uns ja automatisch aus diesem ungesunden Wettbewerb um Likes und Herzchen heraus, was ich sehr gesund finde.

Seit einigen Monaten bin ich Mitglied in einer lokalen Künstlergruppe hier im Bergischen Land. Mittlerweile hab ich schon an diversen Gruppenausstellungen teilgenommen und eine völlig neue Sicht auf die Dinge bekommen.

Ausstellungsbeitrag in der Art-Fabrik Erkrath


Ich bin mittlerweile der Auffassung das die sogenannten „Sozialen Netzwerke“ warscheinlich nicht der beste Ort für Kunst im Allgemeinen und Fotografie im Besonderen sind. Wenn ich mir Werke von Bildhauern, Malern oder Fotografen im Netz ansehe fehlt mir einfach die Gefühlsebene. Klar – nicht jeder hat die Möglichkeit sich regelmässige Ausstellungen anzusehen oder gar seine eigenen Bilder aufzuhängen, aber für mich reicht ein noch so gut kalibrierter Monitor nicht mehr aus um zu entscheiden was ein gutes Bild in allen seinen Facetten ausmacht.



Den Sozialen Netzwerken wird ein Stellenwert eingeräumt der Ihnen gar nicht zusteht – man muss sich nur mal vor Augen halten das diese Netzwerke ja noch ziemlich jung sind – vorher sind die Leute Jahrhundertelang in Ausstellungen und Museen gegangen um sich Bilder anzusehen. Natürlich sind Instagram oder Facebook ein gutes Mittel um sich zu präsentieren – auch ich generiere einen Löwenanteil meiner Aufträge über Facebook – ein Ort an dem ich mich wohlfühle ist er aber nicht mehr – er ist zu kalt für Kunst

Ist natürlich nur mein Weg, den ich jetzt eingeschlagen habe.

Geniesst Euer Wochenende.

Die „Pott-Hochzeit“ von Insa und Marcus

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Insa und Marcus kenne ich jetzt schon eine ganze Weile. Marcus begegnet mir seit Jahren immer wieder in den Fotogräben auf den einschlägigen Festivals und auch sonst teilen wir eine tiefe Liebe zu Bärten, Bier und natürlich zur Fotografie.

Marcus hat im Mai 2018 unsere Hochzeit fotografiert, also war es naheliegend das ich seine fotografieren würde. Anfang des Jahres haben dann aber seine Insa und er entschieden das sie mich eigentlich lieber als Gast auf Ihrer Hochzeit haben möchten. Trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen zur kirchlichen Trauung meine Kamera meine Kamera mitzuschleppen und eine kleine Reportage zu machen – natürlich ohne der offiziellen Hochzeitsfotografin auf die Füsse zu treten 😉

Die Trauung fand in einer kleinen Kirche in Bottropp statt und die anschliessende Feier stilecht in der ehemaligen Schachtanlage der Zeche Zollverein im Herzen des Ruhrpotts in Essen. Für ein Foto musste ich meine Höhenangst überwinden und auf den alten Förderturm klettern – man macht ja so einiges für ein gutes Foto 😉

Wie Ihr unschwer erkennen könnt spielte ausserdem ein gewisses Auto eine wichtige Rolle.